Klimaschutz im Kreis Plön: Gemeinsam die Ziele erreichen

Die Klimaschutzagentur im Kreis Plön GmbH ist ein gesellschaft­licher Verbund von Kommunen und dem Kreis Plön, der ihr größter Gesellschaf­ter ist. Sie unter­stützt bei konzept­ionellen, strategischen und finanz­iellen Heraus­forder­ungen im Klima­schutz, in der Klima­anpassung und nach­haltigen Entwick­lung und entlastet so Ehren­amt und Verwal­tung. Dazu zählt u.a. die Akquise von Förder­mitteln, Projekt­betreuung und Öffentlich­keits­arbeit.

Aktuelles

Endspurt beim STADTRADELN

Wir haben schon kräftig Kilometer für den Klimaschutz gesammelt - aber da geht noch mehr!!!

Zur Halbzeit des Radelzeitraumes hatten wir bereits über 152.000 Kilometer gesammelt und über 25 Tonnen CO₂ vermieden. Und nun lasst uns für einen Endspurt noch weiter mit voller Kraft in die Pedale treten und möglichst sogar noch weitere Radelnde zur Teilnahme gewinnen.

Wir wünschen weiterhin viel Freude und gute Fahrten!

Veranstaltung in Wahlstorf

Wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltung in Wahlstorf zusammen mit der Verbraucherzentrale ein!

Inhalt der Veranstaltung: Wie fit muss mein Haus sein, damit ich eine Wärmepumpe nutzen kann? Wie teuer wird es, wenn ich weiterhin auf eine Gasheizung setze? Diese und andere Fragen beantwortet der Vortrag der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Neben Informationen zu abgestuften energetischen Sanierungsmaßnahmen werden die Heizungstechnologien angesprochen, die auf Basis der gesetzlichen Rahmenbedingungen genutzt werden können. Abgerundet wird der Vortrag durch einen Einblick in die aktuelle Förderlandschaft, die für entsprechende Maßnahmen zur Verfügung stehen. Diese Veranstaltung ist dank der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenfrei.

Weitere Angaben finden Sie hier:

Veranstaltung PV auf Kläranlagen

Solarpotentiale in Kommunen auf Dächern und Kläranlagen nutzen

Neben privaten und kommunalen Gebäuden bieten auch kommunale Kläranlagen als energieintensive Einrichtung kommunaler Infrastruktur sehr häufig noch ungenutzte Flächenpotentiale für die erneuerbare Stromerzeugung und Eigenbedarfsdeckung. Im Rahmen der Veranstaltung informiert die Klimaschutzagentur über das Solar- und Gründachkataster des Kreises Plön und regionale Potentiale für Dach-Photovoltaik. Anschließend präsentiert die IB.SH Energieagentur die Potentiale von Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf kommunalen Kläranlagen in Schleswig-Holstein. Im Fokus stehen Flächenpotentiale, Wirtschaftlichkeit, baurechtliche Rahmenbedingungen und praktische Lösungsansätze. Die Veranstaltung richtet sich an Bürgermeister/-innen, kommunale Entscheidungsträger/-innen, Kläranlagenbetreibende, Verwaltungsmitarbeitende sowie weitere Interessierte.

Programm: 

19:00 Uhr Begrüßung durch BM Frank Jedicke und die Klimaschutzagentur

19:05 Uhr Vortrag: Regionale Potentiale für Dach-Photovoltaik (Klimaschutzagentur)

19:20 Uhr Vortrag: Freiflächen-Solaranlagen auf Kläranlagen in Schleswig-Holstein: Potentiale, Wirtschaftlichkeit und Baurecht (Marlena Picard, IB.SH Energieagentur)

20:00 Uhr Diskussion und Austausch

 

Um Anmeldung wird bis zum 25.06.2026 gebeten.

KlimaDialog

Im Auftrag des Kreises Plön möchten wir Sie herzlich zur 3. Station des KlimaDialogs im Kreis Plön am 25.7. einladen. Das Thema ist Klimafolgenanpassung und es erwarten Sie spannende Vorträge von der Wasserstark Kampagne des Landes (MEKUN) und eine Exkursion in den “Zukunftswald“ im Preetzer Klosterforst.

Stadtradeln

Das Stadtradeln ist eine Mitmach-Klimaschutzaktion, an der sich alle Bürger*innen aktiv beteiligen können, die im Kreis Plön wohnen, zur Schule gehen oder arbeiten. Dabei geht es darum, in 21 Tagen möglichst viele Strecken, ob zur Schule, zur Arbeit oder in der Freizeit, klimaschonend mit dem Rad zurückzulegen und das Auto öfter stehen zu lassen. Die Kilometer werden im Wettbewerb in Teams gesammelt. Zwischen dem 5. und dem 25. Mai 2024 kamen 324.654 km von 1.595 aktiven Radler*innen in 127 Teams zusammen und somit wurden 54 Tonnen CO2 vermieden.

Gesellschafter werden

Sie wollen mehr über die Klimaschutzagentur und die Möglichkeiten zum Beitritt erfahren? Wir stellen die Klimaschutzagentur gerne in Ihrer Gemeindevertretung oder Ihrem zuständigen Ausschuss vor. Wir freuen uns über eine E-Mail oder Anruf von Ihnen.

Handlungsfelder im Kreis Plön

Wärmewende

Die Wärmewende ist einer der wichtigsten Hebel im Klimaschutz, denn die Wärme- und Kälteerzeugung macht circa 50 % unseres Energieverbrauches aus. Die Wärmewende zielt darauf ab die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen und die Effizienz der Gebäude zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen die energetische Sanierung und der Einsatz moderner Heizsysteme, sowie die Nutzung erneuerbarer Wärmequellen wir beispielsweise Geothermie, Solarthermie, Biomasse und den verstärkten Einsatz von strombetriebenen Wärmepumpen.

Auch der Neu- oder Ausbau von Wärmenetzen kann ein passender Weg sein, um den CO₂-Ausstoß im Wärmesektor zu verringern.

Gemeinden können durch lokale Wärmenetze und durch die energieeffiziente Sanierung der eigenen Liegenschaften erheblich zur Verringerung des Energieverbrauchs beitragen, dies trägt nicht nur zur Wärmewende bei, sondern fördert die lokale Wirtschaft, senkt die Energiekosten auf lange Sicht und verbessert den Wohnkomfort. Zudem Beratung und Information für Bürger*innen, kommunale Wärmeplanung

Mögliche Themen im Handlungsfeld Wärme

  • Kommunalen Wärmeplanung
  • Wärmeplanungskataster Plus
  • Informationsveranstaltung zu dezentralen Wärme-Lösungen
  • Sanierungsfahrplan für kommunale Liegenschaften

Stromwende

Um die Klimakrise zu begrenzen, muss der Treibhausgasausstoß drastisch reduziert werden. Dazu sollten wir sämtliche Potenziale der erneuerbaren Energien ausschöpfen. Trotz möglicher Energieeinsparungen durch Effizienzmaßnahmen wird durch die Elektrifizierung von Technologien (bspw. Elektro-PKW und Wärmepumpe) mit einem steigender Strombedarf gerechnet. Für die Klimabilanz ist es entscheidend, dass sowohl der bestehende als auch der zukünftige Strombedarf durch erneuerbare Energien erzeugt wird. Im Fokus stehen dabei der Ausbau von Wind- und Solarenergie, die Modernisierung des Stromnetzes und die Steigerung der Energieeffizienz. Durch den Einsatz von Energiespeichern und intelligenten Netzen kann so eine stabile und nachhaltige Energieversorgung gewährleistet werden.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem ländlichen Raum zu. Kommunen können durch lokale Energieprojekte und Bürgerbeteiligungen aktiv zur Energiewende beitragen und die regionale Wertschöpfung stärken. Im ländlichen Raum bieten sich große Potenziale für die dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energie, die durch Innovation, regionale Kooperationen und Förderprogramme genutzt werden können. Damit trägt die Stromwende nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern fördert auch regionale Entwicklung, technologische Innovationen, stärkt die lokale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze in der grünen Wirtschaft.

Mögliche Themen im Handlungsfeld Strom

  • Zentrales Energiemanagement
  • Solarpotentialkataster (als Hyperlink)
  • Photovoltaikanlagen auf kommunalen Liegenschaften
  • uvm.

Mobilitätswende

Der Verkehrssektor trägt erheblich zum Ausstoß von Treibhausgasemissionen bei und kann durch den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Elektroautos, Fahrräder und den öffentlichen Nahverkehr deutlich reduziert werden. Der Ausbau von Radwegen, die Einrichtung von Carsharing- und Ridesharing-Modellen sowie die Förderung von Elektromobilität und öffentlicher Ladeinfrastruktur sind wichtige Maßnahmen, um die die Anbindung ländlicher Gebiete zu verbessern und die Abhängigkeit von privaten PKWs zu verringern.

Mögliche Themen im Handlungsfeld Mobilität:

  • Car- und Bike-Sharing
  • Mobilitätsstationen an Knotenpunkten
  • Ausbau Ladeinfrastruktur
  • Förderung Radverkehr
  • uvm.

Konsumwende

Durch bewusste Konsumentscheidungen und der Unterstützung der Kreislaufwirtschaft tragen wir zur Reduktion von Abfall und Treibhausgasen bei.
Die Konsumwende fordert die Nutzung von langlebigen, reparierbaren und recycelbaren Produkten. Der Kauf lokaler und saisonaler Erzeugnisse unterstützt außerdem die heimische Wirtschaft, reduziert Transportwege und somit auch CO₂-Emissionen.

Mögliche Themen im Handlungsfeld Konsum

  • Nachhaltige Beschaffung
  • Kompostierung / Pelletierung / Biogas- Recycling/Tausch-Schrank
  • uvm.

Treibhausgasbindung und -kompensation

Nicht alle Treibhausgasmissionen lassen sich vermeiden. Lösungen auf Basis von erneuerbaren Energien und nachhaltigen Technologien befinden sich zum Teil noch in der Entwicklung, sodass einige Branchen zunächst weiter auf fossile Energieträger angewiesen sind. Die dabei entstehenden Treibhausgasemissionen können jedoch an anderer Stelle, zumindest bilanziell, kompensiert werden. Dabei stellt die Kompensation niemals eine Alternative zu echten Klimaschutzmaßnahmen dar – Kompensationsmaßnahmen sind eine Übergangshilfe und ergänzen Klimaschutzmaßnahmen auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität.

Mögliche Themen im Handlungsfeld Treibhausgasbindung und -kompensation

  • Kauf von THG-Zertifikaten
  • Mitgliedschaft in der Allianz für Entwicklung und Klima
  • Aufforstung und Moorrenaturierung
  • uvm.

Klimafolgenanpassung

Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist entscheidend, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Klimafolgenanpassung umfasst Maßnahmen, um Menschen, Gemeinden, Ökosysteme und Wirtschaftssektoren widerstandsfähiger gegenüber den Veränderungen des Klimas zu machen. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau von Hochwasserschutzmaßnahmen in gefährdeten Küstenregionen, die Förderung von Trockenheitsresistenz in der Landwirtschaft und die Anpassung von Städten an häufigere Hitzewellen.

Klimafolgenanpassung erfordert eine ganzheitliche und vorausschauende Planung auf allen Ebenen, von der lokalen bis zur internationalen Ebene. Es geht darum, Risiken zu mindern, die Resilienz zu stärken und die Lebensqualität für alle zu verbessern. Durch Investitionen in nachhaltige Infrastruktur, die Entwicklung von Frühwarnsystemen und die Förderung von Umweltbildungsprogrammen können wir uns gemeinsam besser auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Klimawandels vorbereiten.

Mögliche Projekte im Handlungsfeld Klimafolgenanpassung

  • Gründachpotenzialkataster (als Hyperlink)
  • Mehr und andere Bepflanzung
  • Entsiegelung von Flächen
  • Starkregenprävention in der Bauleitplanung
  • uvm.

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