Kirchbarkau

Die Gemeinde Kirchbarkau hat 792 Einwohner*innen (Stand: 31.12.2023, Statistikamt Nord) und gehört zum Amt Preetz-Land. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 216 Hektar. Sie ist seit Oktober 2025 Gesellschafter der Klimaschutzagentur im Kreis Plön GmbH.

Veranstaltung PV auf Kläranlagen

Solarpotentiale in Kommunen auf Dächern und Kläranlagen nutzen

Neben privaten und kommunalen Gebäuden bieten auch kommunale Kläranlagen als energieintensive Einrichtung kommunaler Infrastruktur sehr häufig noch ungenutzte Flächenpotentiale für die erneuerbare Stromerzeugung und Eigenbedarfsdeckung. Im Rahmen der Veranstaltung informiert die Klimaschutzagentur über das Solar- und Gründachkataster des Kreises Plön und regionale Potentiale für Dach-Photovoltaik. Anschließend präsentiert die IB.SH Energieagentur die Potentiale von Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf kommunalen Kläranlagen in Schleswig-Holstein. Im Fokus stehen Flächenpotentiale, Wirtschaftlichkeit, baurechtliche Rahmenbedingungen und praktische Lösungsansätze. Die Veranstaltung richtet sich an Bürgermeister/-innen, kommunale Entscheidungsträger/-innen, Kläranlagenbetreibende, Verwaltungsmitarbeitende sowie weitere Interessierte.

Programm: 

19:00 Uhr Begrüßung durch BM Frank Jedicke und die Klimaschutzagentur

19:05 Uhr Vortrag: Regionale Potentiale für Dach-Photovoltaik (Klimaschutzagentur)

19:20 Uhr Vortrag: Freiflächen-Solaranlagen auf Kläranlagen in Schleswig-Holstein: Potentiale, Wirtschaftlichkeit und Baurecht (Marlena Picard, IB.SH Energieagentur)

20:00 Uhr Diskussion und Austausch

 

Um Anmeldung wird bis zum 25.06.2026 gebeten.

Aktivitäten in Kirchbarkau

Am 11. und 19. Februar 2026 fanden die beiden abschließenden Öffentlichkeits­veranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung im Barkauer Land (+ Pohnsdorf) statt. Insgesamt nahmen rund 85 Bürger*innen sowie Gemeinde­vertreter*innen teil und zeigten großes Interesse an den Ergebnissen und den nächsten Schritten auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen und treibhausgas­neutralen Wärme­versorgung in ihrer Region. Im Rahmen der Veranstaltungen stellte das mit der Durchführung der Wärmeplanung beauftragte Fachplanungs­büro GP Joule sowohl einen Rückblick auf die Bestands- und Potenzialanalyse als auch das entwickelte Zielszenario vor, um eine treibhausgas­neutrale Wärme­versorgung für das gesamte Barkauer Land (+) bis zum Jahr 2040 zu erreichen. Zudem wurden einige Maßnahmen der Umsetzungs­strategie präsentiert, mit denen die Gemeinden das Ziel erreichen können. Dazu zählen unter anderem die Etablierung von Informations­veranstaltungen für Bürger*innen, Sanierung kommunaler Gebäude und die Teilhabe an der Energie­genossenschaft Barkauer Land.

Das zentrale Ergebnis der Wärmeplanung ist: Fast das gesamte Barkauer Land (+) ist als dezentrales Wärme­versorgungs­gebiet ausgewiesen (in der Karte violett dargestellt). Der Ortskern der Gemeinde Honigsee ist aufgrund des bestehenden Wärmenetzes als Wärmenetz­verdichtungs­gebiet vorgesehen (in der Kate rot dargestellt). Damit wird deutlich, dass insbesondere individuelle, gebäude­bezogene (dezentrale) Wärme­versorgungs­optionen künftig eine wichtige Rolle spielen werden.

Im Anschluss informierte die Klimaschutz­agentur im Kreis Plön GmbH über die Möglichkeiten der privaten Gebäude­besitzer*innen für die eigene Wärmewende. Die Themen waren die derzeitig noch geltenden gesetzlichen Rahmen­bedingungen des Gebäude­energie­gesetzes, verschiedene dezentrale Heizsysteme, Förder­möglichkeiten sowie deren Beantragung beim Heizungs­tausch und bei der Umsetzung begleitende Einzel­maßnahmen am Gebäude. Die währenddessen und anschließend stattfindenden Diskussionen waren konstruktiv, interessiert und geprägt von einem sehr offenen Austausch.

Wie geht es nun weiter? Der finale Wärmeplan wird in allen zwölf beteiligten Gemeinden beraten und dann beschlossen werden müssen. Mit diesem formalen Schritt wird die strategische Grundlage geschaffen, um weitere Maßnahmen anzugehen und die treib­haus­gas­neutrale Wärme­versorgung bis 2040 schrittweise umsetzen zu können.